HobbyFan Ltd.

AFV Club AF35259
Churchill AVRE with Snake Launcher

Das Original:

Der Churchill wird als Ersatz, bzw. Nachfolger des Matilda II angesehen. 1940 kam der erste Prototyp heraus, ab 1941 lief die Serienproduktion an. Es gab ihn in etlichen Versionen. Anfangs mit einer 2 Pfünder Kanone im Turm und einer 3-Zoll Haubitze in der Wanne ausgerüstet, war ab Mk.III eine 6-Pfünder Kanone mit koaxialem MG im Turm und ein MG in der Wannenfront Standard. Weitere Änderungen/Verbesserungen folgten. Den 40-Tonnen Panzer konnte der 12-Zylinder Ottomotor mit 350 PS (261 kW) auf ca. 20-24 km/h Höchstgeschwindigkeit bringen. 

Um Hindernisse wie Drahtverhaue, Panzersperren, Bunker etc zu beseitigen, gab es seit dem 1. Weltkrieg Rohrbomben, Bangalore Torpedos genannt, ein. Diese Bangalores mussten unter Feindfeuer von Soldaten an die Hindernisse gebracht werden, welches äußerst gefährlich und oft verlustreich war. Im 2. Weltkrieg entwickelte man Bangalores, die von Panzern wie dem Churchill aus eingesetzt wurden. Unter anderem verwendete man auch den Churchill AVRE. Auf den Kettenblechen befestigte man Halterungen mit je 8 Bangalores. So konnten diese unter Panzerschutz an die Hindernisse herangebracht und eingesetzt werden. Somit ist dieser Churchill ein weiteres Exemplar von Hobart's Funnies

Der Bausatz:

Man nehme den Churchill Mk. IV AVRE aus AFV-Clubs Churchill Serie, lasse ein paar Teile weg und füge Snake Rohre und Halterungen hinzu. Schon hat man eine weitere, interessante Churchill Variante.

Im 390 x 250 x 75 mm großen Karton befinden sich 18 olivgrüne Plastikspritzlinge, 1 Klarsichtspritzling, 2 Vinylketten, 22 große und 1 kleine Stahlfedern, das Turmoberteil, 3 PE-Teilplatinen, ein Bindfaden, ein Abziehbilderbogen (Decals) und eine 20-seitige Bauanleitung.

Wenn man bereits mehrere AFV-Club Churchill "AUSGEPACKT" erstellt hat, kann man die Teileaufzählung des ersten mit kleinen Änderungen problemlos übernehmen.

  • A AF35153 (1x): Fahrzeugboden, Auspuff, Verschluß mit innenliegendem Kanonenrohr, MG Blende, Fahrzeuginnenseiten, vordere Antriebskranzlager, Seitenlukenrahmen, Heck- und Bugplatten, Front- und Bug-MG Panzerung, vordere und hintere Kettenendbleche, Verstärkungswinkel
  • B AF35153 (1x): Wannendach, Kettenadeckungen, Zuluftgräting, obere Heckplatte, vordere Antriebskranzlager, Fahrersehklappe, vordere, innere Seitenpanzerung
  • C AF35153 (1x): Turmstaukorb, Fahrwerksseitenteile, hinteres, äußeres Antriebskranzlager, Turmlukendeckel, Turmbehälter, Winkelspiegelabdeckungen, Kommandantenlukenring
  • D AF35153 (2x): Antriebszahnräder, Laufrollen, Federbeine, Laufrollenlängsträger, Querstreben, Laufrollenlager
  • E AF35153 (2x): Seitenluke, seitliche Lüfterkästen, Feuerlöscher, Scheinwerfer, Schaufel, Hammer, Bolzenköpfe, Zurrösen, Auspuffendrohr, Kanister, Seilkauschen, Lukenriegel, Griffe, Motorraumklappen, Schäkel, MG
  • G AF35167 (1x): PE-Teile
  • G2 AF35169 (1x): alternative Zuluftabdeckung
  • GA neu (1x): PE-Teile für Snake (Zündleitungen, vordere Auflage)
  • H AF35153 (1x): Winkelspiegel, Scheinwerfergläser
  • J neu (1x): Decals
  • K AF35153 (22x): Stahlfedern für Laufwerk
  • L AF35167 (1x): Seitenpanzerung, Petardmörser, Mörserblende, Lukenring -und -deckel, Antennenschutz, Ansatzbleche für Lagerarme
  • M AF35167 (1x): Bolzenköpfe (andere Teile nicht benötigt)
  • N AF35167 (1x): kleine Stahlfeder für Petard Mörser
  • O AF35154 (1x): Turmoberteil
  • P AF35154 (1x): Turmunterteil, Turmheckkasten, Lüfterdom, Sichtklappen, Blende, Rahmen, Antennenschutz, MG Lagerung
  • T AF35153 (2x): Vinylkette, Ersatzglied
  • AA neu (8x): Rohrelemente für Snake, Heckhalterung, Rohrendstücke
  • Bindfaden (1x): Abschleppseile
  • Bonus (1x): Resinfigur Panzerbesatzungsmitglied

Wie gehabt sind die Teile sauber gespritzt, ohne Versatz oder Fischhäute, nur hier und da minimaler Grat, z.B. an den Abluftabdeckblechen. Auswerferspuren, sofern überhaupt vorhanden, sind flach und nur an Stellen zu finden, die nach dem Zusammenbau nicht zu sehen sind. Die Auswerferspuren an den Vinyl-Ersatzgliedern stören, zumindest mich.

Fahrgestell: AFV-Club gibt das komplexe Fahrgestell des Churchill sehr gut wieder. Jedes Federbein wird mit einer echten Metallfeder ausgestattet. Die Laufrollenlager werden beweglich in die Träger verbaut. Das Ergebnis - ein echt federnes Laufwerk. Auch die Laufrollen bleiben drehbar. Die Radachsen sind sehr lang. Es besteht Bruchgefahr. Auch die Antriebszahnräder mit ihren separaten Lagern sind gut gestaltet. Die Kettenspanner gefallen mir. Die seitlichen Luken liegen separat bei, können also auch geöffnet dargestellt werden. Die Kettenabdeckungen sind in Segmente aufgeteilt wie beim Original und können bei Bedarf weggelassen werden (z.B. wegen Beschädigung entfernte Bleche). Im Falle dieses Modells ist der Anbau der Bleche nicht vorgesehen. Ab in die Ersatzteilkiste. Die seitlichen, mehrteiligen Lüfterkästen hinterlassen einen guten Eindruck. Die Einlassgrätings sind zwar aus Plastik, aber dennoch sehr schön wiedergegeben. Auch wenn es Vinylketten sind, die Details können sich sehen lassen.

Wanne: Die Unterseite ist mit Wartungsdeckeln versehen. Für den Bug gibt es Zusatzpanzerungen. Die Fahrersichtklappe besteht aus mehreren Teilen und kann geschlossen, teilgeöffnet oder ganz geöffnet gebaut werden. Für den Funker, der gleichzeitig der Ladeschütze des Petard Mörsers ist, gibt es eine neue Luke mit Schiebeöffnung, durch die der Mörser geladen wird, ohne dass der Ladeschütze aussteigen muss. Die Winkelspiegel aus Klarsichtmaterial sind sehr detailliert. Das Bug-MG wird mit PE Teilen verfeinert und findet seinen Platz in einer voll beweglichen Lagerung. Alle Wannenluken (mit Kopfpolsterung) und Motorklappen sind separat (offen oder geschlossen möglich), haben einzelne Griffe und Verriegelungen. Der Auspuff besteht aus mehreren Teilen, die Endrohre sind aufgebohrt. Auf dem Heck findet einiges Pionierwerkzeug seinen Platz. Diesmal finden auch die Abschleppseile aus Bindfaden und Plastikseilkauschen wieder ihre Anwendung. Der Bindfaden ist zwar akzeptabel, aber Draht stände den Seilen wohl besser zu Gesicht.

Turm: Beim Turm handelt es sich um den Gussturm ab Mk. IV. Eine tolle Oberflächenstruktur und die erhabenen Gussnummern begeistern. Das Innenleben ist etwas spartanisch, das nur durch den eingebauten Petardmörser, der mit seinen 20 Teilen für sich allein schon ein Bausatz im Bausatz ist, etwas bereichert wird. Am Mörser sind schön die Gußbuchstaben am Aussenrohr zu sehen und die winzige Metallfeder hebt die Detailtreue. Der Mörser lässt sich in Lade- oder Feuerstellung bauen. Eine 7-teilige Mörsergranate liegt dem Bausatz am Spritzling M bei. Außer dem Mörser und dem koaxialen MG gibt es kein weiteres Innenleben im Turm. Die Bauanleitung sieht den Einbau des Mörsers vor. Aus den Fotos an der Kartonseite geht hervor, dass man ihn wohl auch weglassen kann, so dass nur das MG aus der Blende herausschaut. Leider konnte ich im Netz keine Originalfotos finden. Und Literatur zum Churchill liegt mir (noch) nicht vor. Wie schon bei der Wanne sind alle Einstiegs- und Sichtluken separat dabei, mit Riegeln und Griffen versehen. Winkelspiegel und Suchscheinwerfer bestehen aus Klarsichtmaterial. Erwähnen sollte man auch die Grobvisiereinrichtung aus PE-Teilen. Einfach Klasse!

Snake: Der Snake Werfer besteht zum einen aus der hinteren Trägerplatte, die mittels Bolzen mit dem Heck verbunden wird. Die Zündleitungen der 16 Rohre bestehen aus winzigen PE-Teilen. Da wird man etwas Ruhe und Geduld aufbringen müssen. Der vordere, aus PE-Teilen bestehende, Träger sitzt auf der Panzerplatte der Fahrerfront. An ihm werden die Auflagen für die Rohrpakete befestigt. Ich versuche mir nur vorzustellen, wie die Plastikteile sich mit den PE-Teilen verbinden (… und auch halten). Das muss der Bau dann zeigen. Jedes 4-er Rohrpaket wird aus zwei Teilen zusammengesetzt. Am hinteren Ende werden sie mit der Trägerplatte verbunden, vorn erhalten sie gleichlange Rohrendstücke an den unteren Rohren, verschieden lange Endstücke an den oberen Rohren. In den Endstücken erkennt man die abgerundeten Ladungsköpfe.

Figur: Diesem Bausatz lag als Bonus eine Resinfigur eines britischen Panzersoldaten mit Teetasse bei, die schon aus anderen AFV-Club Kits bekannt ist. Der Faltenwurf seiner Panzerkombi ist messerscharf, die Gesichtszüge schön gestaltet. In der Hand hält er eine Blechtasse. Die Schutzbrille ist auf die Kopfbedeckung hochgeschoben. Eine nette Beigabe, die man auch mit anderen Modellen verwenden kann.

Ein Decalbogen enthält Markierungen für ein Fahrzeug. Im Moment weiß ich noch nicht, ob ich diese überhaupt verwenden kann, weil sich auch hier wie bei manch anderen Churchill Bausätzen von AFV-Club das Schutzpapier mit den Decals verbunden hat. Ich konnte es nur teilweise entfernen und hoffe, dass es beim Einweichen der Decals verschwindet.

Die teils farbige Bauanleitung auf Glanzpapier beginnt mit einer kurzen Geschichte in Englisch, Japanisch und Chinesisch über die missglückte "Operation Jubilee" (Landung der Alliierten in Dieppe 1942) und den daraus gewonnenen Erfahrungen, die zur Entwicklung von Churchill AVREs und der Verwendung von Snake Werfern führten. Dem folgt die Farbtabelle mit Farbnummern für die Hersteller von Hobby Color, Mr. Hobby, Mr. Color Spray, Humbrol, Revell und Lifecolor Farben. Auf 2 Seiten sieht man viele verschiedene Arten von Churchills - vom Gun Carrier Mk. I bis hin zum Log Carpet Layer und dem Snake. Mit Explosionszeichnungen erklärt man den Zusammenbau in 35 Bauschritten. Bei jedem Schritt stehen die benötigten Spritzlingnummern dabei. Stellenweise gibt es mit schwarzen Kreisen und weißen Buchstaben bezeichnete Untergruppen, d.h. man setzt Bauteile zu Baugruppen zusammen, die dann später bei der weiteren Montage Anwendung finden. In den Bauschritten findet man auch immer wieder Hinweise zur Detailbemalung von bestimmten Teilen wie z.B. dem Pionierwerkzeug, der Mörsergranate, den Winkelspiegeln usw. Der Grundbemalungsvorschlag beschränkt sich auf Dunkelgrün. Hier wird dann auch die Anbringung der Decals für ein Fahrzeug gezeigt. Die Bauanleitung schließt mit einer Spritzlingübersicht.

Wieder schliesst sich eine weitere Lücke der Churchill Reihe und das in guter Qualität. Ich hoffe, dass AFV-Club noch viele weitere Versionen auf den Markt bringt.

Der Snake liegt im deutschen Handel mit ca. 47,- EUR etwas unter den Preisen seiner Brüder. Ich bin mit dem, was ich im Karton vorgefunden habe, recht zufrieden.


















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AFV Club AF35274
Churchill Mk.III Type D Carpet Layer

Das Original: 

Der Churchill wird als Ersatz, bzw. Nachfolger des Matilda II angesehen. 1940 kam der erste Prototyp heraus, ab 1941 lief die Serienproduktion an. Es gab ihn in etlichen Versionen. Anfangs mit einer 2 Pfünder Kanone im Turm und einer 3-Zoll Haubitze in der Wanne ausgerüstet, war ab Mk.III eine 6-Pfünder Kanone mit koaxialem MG im Turm und ein MG in der Wannenfront Standard. Weitere Änderungen/Verbesserungen folgten. Den 40-Tonnen Panzer konnte der 12-Zylinder Ottomotor mit 350 PS (261 kW) auf ca. 20-24 km/h Höchstgeschwindigkeit bringen. 

Der Churchill diente auch oft als Basis für Hobart's Funnies. Eine Version war mit Trägern ausgestattet, zwischen denen eine Trommel quer zur Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug einen Segeltuchteppich abspulen konnte, auf dem der Panzer und die nachfolgenden Fahrzeuge ohne einzusinken über Sandboden fahren konnte. Der TLC Typ A benutzte eine kleinere Trommel, der Typ B eine vergleichsweise riesige. 

Der Bausatz:

Ein weiteres Spezialfahrzeug aus der AFV-Club Churchill Serie ist der Type D Carpet Layer. Das ist nun der mit der großen Teppichtrommel.

14 olivgrüne Plastikspritzlinge, 1 Klarsichtspritzling, 2 Vinylketten, 22 große und 1 kleine Stahlfeder, 2 PE-Teilplatinen, 2 Krepppapier-Klebestreifen, 10 Holzleisten, 1 weißer Klebestreifen, ein Abziehbilderbogen (Decals) und eine 20-seitige Bauanleitung bilden den Kartoninhalt. Dazu kommen 3 Pappteile, die sich am Innenrand des Kartondeckels befinden.

Die meisten Spritzlinge sind bereits bekannt, aber der Vollständigkeit halber zählen wir sie trotzdem auf:

  • A AF35153 (1x): Fahrzeugboden, Auspuff, Verschluß mit innenliegendem Kanonenrohr, MG Blende, Fahrzeuginnenseiten, vordere Antriebskranzlager, Seitenlukenrahmen, Heck- und Bugplatten, Front- und Bug-MG Panzerung, vordere und hintere Kettenendbleche, Verstärkungswinkel
  • B AF35153 (1x): Wannendach, Kettenadeckungen, Zuluftgräting, obere Heckplatte, vordere Antriebskranzlager, Fahrersehklappe, vordere, innere Seitenpanzerung
  • C AF35153 (1x): Turmstaukorb, Fahrwerksseitenteile, hinteres, äußeres Antriebskranzlager, Turmlukendeckel, Turmbehälter, Winkelspiegelabdeckungen, Kommandantenlukenring
  • D AF35153 (2x): Antriebszahnräder, Laufrollen, Federbeine, Laufrollenlängsträger, Querstreben, Laufrollenlager
  • E AF35153 (2x): Seitenluke, seitliche Lüfterkästen, Feuerlöscher, Scheinwerfer, Schaufel, Hammer, Bolzenköpfe, Zurrösen, Auspuffendrohr, Kanister, Seilkauschen, Lukenriegel, Griffe, Motorraumklappen, Schäkel, MG
  • F AF35153 (1x): Turmoberschale, Turmunterteil, Seiten-, Front- und Heckpanzerung des Turmes, Blende, Blendenlager
  • G AF35167 (1x): PE-Teile
  • GA neu (1x): PE-Teile für Teppichleger
  • H AF35153 (1x): Winkelspiegel, Scheinwerfergläser
  • J neu (1x): Decals, weißer Klebestreifen
  • K AF35153 (22x): große Stahlfedern für Laufwerk
  • L AF35167 (1x): Seitenpanzerung, Petardmörser, Mörserblende, Lukenring -und -deckel, Antennenschutz, Ansatzbleche für Lagerarme
  • M AF35167 (2x): Bolzenköpfe (andere Teile nicht benötigt)
  • N AF35167 (1x): kleine Stahlfeder für Petard Mörser
  • S AF35176 (1x): Tiefwatkästen, Auspuffverlängerung, Spannfedern, Verspannung für Tiefwatkästen, Zuluftgitter
  • T AF35153 (2x): Vinylkette, Ersatzglied
  • Y (2x): Krepppapier-Klebestreifen für Teppich
  • Z (10x): Holzleisten zur Teppichversteifung
  • A,B,C (1x): Teppichtrommelaufdickung
  • Bindfaden (1x): Abschleppseil (nicht benötigt)

Wie üblich sind die Teile sauber gespritzt, ohne Versatz, Fischhäute, nur hier und da etwas Grat, z.B. an den Abdeckblechen der Zuluftöffnungen (die man aber nicht braucht, wenn man die Tiefwatkästen verwendet.). Auswerferspuren, sofern überhaupt vorhanden, sind meist nur flach und nur an Stellen zu finden, die nach dem Zusammenbau nicht zu sehen sind. Einzig die Auswerferspuren an den Ersatzgliedern stören.

Fahrgestell: AFV-Club gibt das komplexe Fahrgestell des Churchill sehr gut wieder. Jedes Federbein wird mit einer echten Metallfeder ausgestattet. Die Laufrollenlager werden beweglich in die Träger verbaut. Das Ergebnis - ein echt federnes Laufwerk. Auch die Laufrollen bleiben drehbar. Die Radachsen sind sehr lang (Bruchgefahr beim Aus-/Einpacken). Auch die Antriebszahnräder mit ihren separaten Lagern sind gut gestaltet. Die Kettenspanner sind gut gestaltet. Die seitlichen Luken liegen separat bei, können also auch geöffnet dargestellt werden. Die Kettenabdeckungen sind in Segmente aufgeteilt wie beim Original und können bei Bedarf weggelassen werden (z.B. wegen Beschädigung oder einsatzbedingt entfernte Bleche). Die seitlichen, mehrteiligen Lüfterkästen hinterlassen einen guten Eindruck. Die Einlassgrätings sind zwar aus Plastik, aber dennoch sehr schön wiedergegeben, wovon aber fast nichts mehr zu sehen ist, wenn man, wie in der Anleitung vorgesehen, die Tiefwatkästen, wie bereits aus dem Bausatz AF35176 bekannt, aufbaut. Für diese Kästen liegen Befestigungsfedern, Verspannung und Spannschlösser bei. Auch wenn es Vinylketten sind, die Details können sich sehen lassen. Der eine oder andere wird nicht traurig sein, wenn es keine Einzelgliederkette ist.

Wanne: Die Unterseite ist mit Wartungsdeckeln versehen. Für den Bug gibt es Zusatzpanzerungen. Die Fahrersichtklappe besteht aus mehreren Teilen und kann geschlossen, teilgeöffnet oder ganz geöffnet gebaut werden. Für den Funker, der gleichzeitig der Ladeschütze des Petard Mörsers ist, gibt es eine neue Luke mit Schiebeöffnung, durch die der Mörser geladen wird, ohne dass der Ladeschütze aussteigen muss. Die Winkelspiegel aus Klarsichtmaterial sind sehr detailliert. Das Bug-MG wird mit PE Teilen verfeinert und findet seinen Platz in einer voll beweglichen Lagerung. Alle Wannenluken (mit Kopfpolsterung) und Motorklappen sind separat (offen oder geschlossen möglich), haben einzelne Griffe und Verriegelungen. Der Auspuff besteht aus etlichen Teilen. Für den Tiefwateinsatz gibt es Auspuffrohrverlängerungen, die mittels PE-Streifen verbunden werden. Auf dem Heck findet einiges Pionierwerkzeug seinen Platz.

Turm: Der Turm ist diesmal der, aus geschweissten Panzerplatten bestehende, des Mark III. Turmoberschale besteht aus einem Teil, aber die Zusatzpanzerung wird noch aufgeklebt. Statt der 6-Pfünder Kanone wird ein Petardmörser eingebaut, der mit seinen 20 Teilen für sich allein schon ein Bausatz im Bausatz ist. Schön hier die Gußbuchstaben am Aussenrohr und die winzige Metallfeder. (Die Metallfeder wird in der Aufzählung mit N bezeichnet, im Bauschritt 32 aber mit K1 bezeichnet!) Der Mörser lässt sich in Lade- oder Feuerstellung bauen. Eine 7-teilige Mörsergranate (eigentlich 2, da der Spritzling M 2x vorhanden ist, inklusive passender Decals liegt dem Bausatz. Außer dem Mörser und dem koaxialen MG gibt es kein weiteres Innenleben im Turm. Wie schon bei der Wanne sind alle Einstiegs- und Sichtluken separat dabei, mit Riegeln und Griffen versehen. Winkelspiegel und Suchscheinwerfer bestehen aus Klarsichtmaterial.

Teppichleger: Bis hierhin hätte man nun einen tiefwatfähigen Churchill Mk. III AVRE, wenn da nicht der große Teppichleger noch wäre, der diesen Churchill zu einem der auffälligeren "Funnies" macht. Zur Darstellung des Teppichlegers liegen die seitlichen Arme und deren Lagerung an der Seitenpanzerung bei, fallen aber in der Auslegung und Stabiltät anders aus als beim Type-A. Die Trommel besteht aus einem mehrgeteilten Innenrohr mit einem Scheibenrad und den großen Aussenscheiben. Über das Innenrohr wird eine Teilummantelung geschoben, deren Kartonteile man am inneren Seitenrand des Kartondeckels findet. Offensichtlich dient diese Ummantelung nur dazu, dem aufgerollten Teppich mehr Volumen zu verleihen als man mit der Länge der Krepppapierstreifen herstellen könnte. Laut Bauanleitung wird diese Ummantelung erst angebracht, wenn die eigentliche Trommel bereits fertig ist, aber das würde nur gehen, wenn man die Pappteile seitlich aufschneidet. Ich werde diese Teile auf das Innenrohr schieben, bevor ich die Aussenscheiben anklebe. Der Teppich selbst liegt als 2 Krepppapier-Klebestreifen bei. Die Schutzfolie eines Klebestreifens wird abgezogen, dann legt man im 12 mm Abstand die auf 75 mm Länge zurechtgeschnittenen Holzleisten auf. Dann wird der andere Klebestreifen auf die Leisten geklebt. Den fertigen Teppich klebt man dann auf die Pappummantelung am Innenrohr.

Laut Anleitung benötigt man nur die Registrierungsnummern für den Panzer und die Markierungen für die Mörsergranaten aus dem mittelgroßen Decalbogen. Der weiße Alliiertenstern und die Abzeichen der 79. Panzerdivision sind nicht zur Anbringung vorgesehen.

Die teils farbige Bauanleitung auf Glanzpapier beginnt mit einer kurzen Geschichte der Teppichleger Churchills in Englisch, Japanisch und Chinesisch. Dem folgt die Farbtabelle mit Farbnummern für die Hersteller von Hobby Color, Mr. Hobby, Mr. Color Spray, Humbrol, Revell und Lifecolor Farben. Auf 1 Seite zeigt AFV-Club viele verschiedene Arten von Funnies - vom Gun Carrier Mk. I bis zum "Snake". Mit Explosionszeichnungen erklärt man den Zusammenbau in 37 Schritten. Jeder Schritt auf wenige Teile beschränkt und bleibt so übersichtlich. Stellenweise gibt es mit schwarzen Kreisen und weißen Buchstaben bezeichnete Untergruppen, d.h. man setzt Bauteile zu Baugruppen zusammen, die dann später bei der weiteren Montage Anwendung finden. In den Bauschritten findet man auch immer wieder Hinweise zur Detailbemalung von bestimmten Teilen wie z.B. den Lukenpolstern. Der Grundbemalungsvorschlag beschränkt sich auf Dunkelgrün. Hier wird dann auch die Anbringung der Decals für ein Fahrzeug gezeigt. Die Bauanleitung schließt mit einer kleinen Spritzlingübersicht.

AFV-Club hat ordentlich was in den Karton gepackt. Grad dieser Churchill wird durch die markante Teppichtrommel (Bobbin device) aus der Reihe hervorstechen. Und die Tiefwatkästen ändern sein Aussehen noch weiter. Jede Menge Bastelspass, der zu einem tollen Ergebnis führen wird!

Zwischen 52,- und 55,- EUR im deutschen Handel muss man für ihn auf den Ladentisch legen (…oder online überweisen…), aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier allemal!





















http://www.bronco-model.com/


Bronco Models CB35206 - God's Blessing

Ein recht ungewöhnliches Figurenset bietet uns Bronco hier an - einen US amerikanischen Militärgeistlichen mit 5 betenden Soldaten. Auch wenn man es Anfangs gehofft hatte, der Jeep ist nicht mit dabei.

Im Karton befinden sich mehrere graue Spritzlinge und 1 vergleichsweiser großer Decalbogen. Die farbige Bauanleitung ist auf die Rückseite des Kartons aufgedruckt

Die Spritzlinge sind wie folgt aufgeteilt:

Soldaten:

-          A (1x): Arme, Beine, Rumpf, Kopf, betende Hände, Magazintaschen
-          B (1x): Arme, Beine, Rumpf, Kopf, betende Hände mit Feldbibel, Magazintaschen
-          C (1x): Arme, Beine, Rumpf, Kopf, betende Hände
-          E (1x): Arme, Beine, Rumpf, Kopf, betende Hände mit Feldbibel
-          F (1x): Arme, Beine, Rumpf, Kopf, betende Hände

Militärgeistlicher:

-          D (1x): Koffer, Kerzenständer, Becher, Jesuskreuz
-          G (1x): Priesterrock, Beine, Hand mit aufgeschlagener Bibel
-          H (1x): Arme, Rumpf, Kopf, längliches Tuch

Die betenden Soldaten sind trotz ähnlicher Haltung durch unterschiedliche Bein- und Kopfstellung, sowie der Handhaltung (zum Gebet gefaltet, mit oder ohne Bibel) recht individuell aufgefallen. Manche tragen noch Munitionstaschen am Koppel, andere nicht. Die Gesichter sind gut gestaltet. Im Vergleich zu Resinfiguren kommen einem die Details etwas "weich" vor, sind aber durchaus akzeptabel und für Spritzguss toll geworden.

Der Priesterrock des Militärgeistlichen ist in 4 Teile aufgeteilt. Hier fällt vor allem der untere Spitzensaum auf. Während die eine Hand zum Segnen erhoben ist, trägt er in der anderen Hand eine aufgeschlagene Bibel. Auch sein Gesicht ist gut gestaltet.

Als Zubehör liegt ein Koffer bei, der offen oder geschlossen dargestellt werden kann. Des weiteren gibt es 2 Kerzenständer, 2 Becher und ein kleines Standkreuz. Leider muss man hier viel Fantasie aufbieten, um den Jesus am Kreuz noch zu erkennen.

Der große Decalbogen hat Rangabzeichen vom Private bis zum Sergeant anzubieten. Dazu kommt ein Rotkreuzabzeichen und ein Einheitsabzeichen. Das Gros machen aber die weissen Kreuze auf grauem Grund aus, die wohl alle Platz auf dem Priesterrock finden sollen. Das wird wohl "etwas" Arbeit werden.

Die farbige Bauanleitung auf dem Kartonrücken zeigt die gebauten Figuren mit den Nummern, wohin die Teile gehören. Mit etwas Anatomiekenntnissen bekommt man das auch ohne hin. Hier sind auch die Bemalungshinweise angegeben. Farbangaben bei Verwendung von Gunze Sangyo, Hobby Color, Humbrol und Tamiya Farben finden sich in einer Tabelle.

Dioramenbauer werden sich sicherlich über diesen ungewöhnlichen Figurensatz freuen, den man in Deutschland für ca. 24-25 EUR bekommen kann.











Master Box Ltd.
http://www.mbltd.info
Email: mb_ltd@ukr.net

Master Box MB35182
Volkssturm, Ammunition to the Frontline

Im vorliegenden Bausatz finden wir 3 Spritzlinge und eine Platine PE Teile.
Schon das Deckelbild sieht vielversprechend und animierend aus - und die enthaltenen Plastikteile stehen dem in nichts nach. Allein die Szene mit den beiden Jugendlichen, die einen Handwagen durch die Trümmer ziehen, ist einfach genial.

Der Guss der Figuren ist, wie von Masterbox gewohnt, recht gut für Spritzguss. Die Details der Kleidung, sowie Gesichter und kopfhaare sind wirklich schön und detailliert dargestellt.
Der Handwagen besteht aus wenigen Teilen und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Die Räder sind speichenlos an die Aufhängungen geossen und können mit den beiliegenden PE Speichen versehen werden, was die Oprik enorm aufwertet.
Als beladung für den Wagen liegen dem Bausatz diverse Panzerfäuste, Karabine, Maschinenpistolen, Handgranaten, Helme und Gasmaskenbehälter bei. Die Detaillierung dieser ist wirklich ganz ausgezeichnet.

Zum Bau des Wagens liegt ein einseitig bedruckter DIN A5 Bogen in schwarzweiß bei und für die Figuren wie immer die Kartonrückseite mit den Farbangaben für Vallejo und Lifecolor.

Ein sehr schönes Set für ca. 12,- EUR mit dem man verschiedene Dioramenideen bereichern kann ... sei es wie angedacht oder jeweils einzeln oder mit einem Karren voll Lebensmittel, oder oder oder ... die Möglichkeiten sind jetzt gegeben..



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Mit der Nummer LW008 kommt von Leopard Workshop jetzt das Set Leopard 1 Welded Exhaust Grilles

In dem Set finden sich 2 Resinteile.

Diese Teile stellen die Auspuffgitter der Leoparden in Strangpressprofilbauweise dar und ersetzen die teilweise mäßig bis schlecht detaillierten und mit zuwenig Tiefe versehenen Bausatzteile der gängigen Hersteller. Ausserdem stellen diese resinteile endlich die tatsächlichen Maßverhältnisse der Stränge dar, denn an allen Spritzgussmodellen sind diese einheitelich und mit gleichem Abstand, was am Original aber nicht der Fall ist, plus der kleinen Verbindung oben und den beiden untersten Lamellen.

Diese beiden Vauteile sind für alle bisher verfügbaren Leopard 1 (Italeri/MB/Revell/Meng/Takom) verwendbar - der Einbau ist etwas tricky, da man Material aus dem originalen Bausatz abtrennen muss, damit die Tiefe des neuen Bauteils auch korrekt in den Bausatz integriert werden kann. Eine farbig gedruckte Anleitung informiert mit Text und Fotos über die nötigen Arbeiten für die jeweiligen Hersteller.

Ein absolut empfehlenswertes Set zur korrekten Darstellung dieses Bauteils mit ausreichenerder Tiefe eines Leopard 1!
Hier ein kleiner Überblick zum Vergleich dieser Teile mit den entsprechenden Pendants der anderen Hersteller: Bild

Das Set kostet 5 Euro und ist direkt vom Hersteller erhältlich.




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Mit der Nummer LW013 kommt von Leopard Workshop jetzt das Set Leopard 2 Roadwheels and idlers

In dem Set finden sich 32 Resinteile.

Die vorliegenden Laufrollen sind als Ersatz für die Laufrollen und Leitrollen für die Leopard 2 von Tamiya und Hobby Boss Bausätze.

Der Guss der Resinteile ist exzellent mit fein abgegrenzter Gummibandage und vor allem sauberen und detaillierten Radnaben und Sicherungsmuttern.
Zudem sind alle Laufrollen und Leiträder auch auf den innenseiten detailliert. Dies ist gerade bei den Leiträdern wichtig, da diese am ehesten von der Innenseite sichtbar sind.
DIe Innendetaillierung fehlt meist bei den Plastikbausätzen oder ust nur rudimentär.

insgesamt ein absolut empfehlenswertes Set zur Verbesserung von älteren und unterdetaillierten Bausätzen!

Das Set kostet 18 Euro und ist direkt vom Hersteller erhältlich.







MR Modellbau MR - 35051
San. Kofferaufbau Unimog U 1300

Bei meinem Besuch der Modellbauaustellung in Munster, dieses Jahr, konnte ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und diesen Umbausatz erstehen. Nur mit diesem ist es möglich einen Bundeswehr KrKw zu bauen ohne scratchen zu müssen.

Leider ist der Basis Kit von Revell schon ziemlich in die Jahre gekommen. Hoffentlich gibt es bald eine vernünftige Alternative dafür ... aber ich schweife ab.

Der mir vorliegende Umbausatz macht auf den ersten Blick einen super Eindruck. Die Verpackung ist tadellos und die Teile sind gut gegossen und ohne Blasen. Nur eine Trage und eine Unterkonstruktion sind ein wenig verzogen. Das sollte allerdings mit heiß Wasser wieder zu beheben sein.
Bei der Durchsicht ergibt sich, dass sowohl der Koffer als auch die Inneneinrichtung soweit vollständig sind. Tragen, Sitze und eine Grundausstattung an medizinischem Gerät sind vorhanden. Allerdings keine Vacuummatratze, dafür aber Sauerstoffflasche, Oxylog, ABC-Austattung (Maskentasche) etc. .
Der Innenraum kann auf verschiedene Arten gebaut werden. Komplett für den sitzenden Transport von Personen, halb sitzend und liegend und komplett für 4 liegende Patienten. Wer das Fahrzeug kennt der weiß auch wie angenehm man auf Übungen darin schlafen und leben kann. Auf der Innenseite des Daches kann ich die Befestigungsmöglichkeiten für Infusionsflaschen erkennen und die markanten Haltegriffe sind angegossen, was nicht ganz so toll aussieht - stellt für mich persönlich aber kein Problem dar.
Das Einzige was ich schmerzlich vermisse, sind die Gitter um die Rundumkennleuchten und Decals. Aber vllt. habe ich die Gitter in der schieren Anzahl der Teile einfach noch nicht gefunden. Im Notfall werde ich wohl auf die Restekiste zugreifen oder diese mit Draht nachbilden.
 

Die Bauanleitung führt uns in 7 Schritten zum Ziel und sie ist soweit verständlich aufgebaut und dürfte keine Fragen offen lassen. Leider ist es nur eine einfache Schwarz/Weiß Kopie, die immerhin ein paar Detailfotos beherrbergt.  Auf die Farbgebung des Modells wird hingewiesen, man bezieht sich dabei aber auf keinen Hersteller. Es wird zwischen einfarbigen Bronzegrün und der Tarnlackierung in Bronzegrün, Lederbraun und Teerschwarz unterschieden.Auf die Bemalung des Innenraumes wird nicht hingewiesen, hier muß der versierte Modellbauer Vorbildfotos zu Rate ziehen. RAL oder FS Bezeichnungen sucht man vergebens, finde ich aber auch nicht so wichtig denn ich nehme an, wer sich diesen Satz kauft, weis auch wie er zu lackieren ist. Für Anfänger eignet sich dieses sehr umfangreiche Set sowieso nicht. 

Stärken: Einziger Umbausatz zum KrKw überhaupt (Meines Wissens), Super feine Detailierung, Klarer Aufbau, Klimaanlage für UN Einsätze.

Schwächen: Keine Decals, leicht verzogene Teile, keine Signalhörner für die Stoßstange.

Anwendung: Aufgrund der Fülle der Teile und des Basiswissens im Umgang mit Resin ist dieser Satz nur für erfahrene Modellbauer geeignet.

Fazit: Wer einen Bundeswehr KrKw haben möchte, und zum scratchen  wie ich zu faul ist, der kommt um diesen genialen Umbausatz nicht herum! Der Preis liegt so bei 44 Euro 

Diese Besprechung stammt von Holger Kranich







http://www.tankograd.com/

Tankograd -€“ American Special No 3023
Cold War Warrior M1/IPM1 Abrams

Autor: Walter Böhm

64 Seiten (+4) in deutschem und englischem Text mit 100 Farb-, 24 Schwarzweißfotos und 6 Grafiken 

Diesmal befasst sich das American Special mit den ersten M1, bzw. IPM1 im Einsatz während des Kalten Krieges. Daher startet der Titel auch mit „Cold War Warrior“. 

Der Aufbau des Heftes gestaltet sich etwas anders als gewohnt. Es beginnt mit einem interessanten Erfahrungsbericht eines deutschen Panzeroffiziers über den M1. Dem folgt eine Darstellung der Strategisch-Taktischen Ausgangslage der damaligen Zeit, die mit einer farbigen Grafik zur Aufstellung eines amerikanischen, mit M1 ausgerüsteten Pz.Btls. abschließt. 

Im Bildteil werden dann M1/IPM1 im Übungseinsatz während größtenteils freilaufender Übungen in Deutschland gezeigt. Jeder Teil beschreibt die jeweilige Übung beginnend mit REFORGER 1982 FTX Carbine Fortress, gefolgt von den dazugehörigen Fotos. So geht es durch die 80-er Jahre einschließlich der Canadian Army Trophy 1987 bis hin zur REFORGER 1988 FTXs Certain Challenge. Die Fotos zeigen schön die Manöver- und andere Markierungen und Beladung mit Gepäck. Farblich darf man nicht viel erwarten, denn die M1 diese Zeit waren einfarbig grün, von gelegentlichen Schlamm- oder Kalktarnungen abgesehen. 

Gegen Ende des Heftes beschäftigt man sich mit Fahrzeugidentifizierungssystemen, Tarnung und „Turm-Grafiti“. Am Beispiel der Panzer-Bataillone des 64. gepanzerten Regiments der 3. US Infanterie Division wird hier auch die Bedeutung der Tafeln erklärt, die man oft am Turmheck sehen konnte. 

Trotz des Alters und damaligen Fototechnik sind die Aufnahmen ausgezeichnet.

Wie bei Tankograd üblich sind auch die Umschlagsseiten bebildert und betextet. Bei „alten Hasen“, die die ersten M1 live erleben durften, rufen die Bilder Erinnerungen wach und geben Youngstern einen Einblick in die Zeit, als Panzer noch zum Straßenbild in Deutschland gehörten. 

Dieses Heft ist zu einem Preis von EUR 14,95 (zzgl. Versandkosten) direkt ab Verlag zu haben.


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Tankograd – Fast Track 07

Aussie Land Rover Perentie

Land Rover 110 – klar, kennt man! Aber hier kommen jetzt die australischen Versionen, und da gibt es so einige in der Familie des „Perentie“.  

Der kurze Textteil informiert über die Nutzung des Fahrzeugs bei der australischen Armee inklusive Aufzählung der Varianten und technischen Daten. 

Im folgenden Bildteil mit großformatigen Fotos wird auf die verschiedenen Versionen eingegangen. Sehr schön kommen die australischen Tarnfarben zur Geltung, oftmals auch mit Verdecken mit 6-eck Tarnflecken. Auch sehr interessant anzusehen sind die Aufklärungsversionen ohne Verdeck oder auch die 3-Achser, die, warum auch immer, mich an die Dodge WC-62/63 erinnern. 

Folgende Versionen sind im Bildteil dargestellt: 

·        4x4 Truck, Utility, Lightweight
·        4x4 Truck, Utility, Lightweight, Winch
·        4x4 Truck, Utility, Lightweight FFR
·        4x4 Truck, Utility, Lightweight FFR Winch
·        4x4 Truck, Carryall, Lightweight, Senior Commander, FFR, Winch
·        4x4 Truck, Carryall, Lightweight, Personnel Carrier
·        4x4 Truck, Panel, Lightweight, Survey, FFR, Winch
·        4x4 Truck, Surveillance, Lightweight, Winch (RSFV)
·        4x4 Truck, Surveillance, Reconnaissance Vehicle (SRV-SF), Lightweight, FFR, Winch
·        6x6 Truck, Cargo, Light
·        6x6 Truck, Crew Cab, Light, Winch
·        6x6 Truck, Ambulance, 4 Litter, FFR, Winch
·        6x6 Truck, General Maintenance, Light, Winch
·        6x6 Truck, Electronic Repair, Light
·        6x6 Truck, Interim Infantry Mobility Vehicle, Light, FFR, Winch 

Während bei den meisten Fahrzeugen Gesamtaufnahmen gezeigt werden, geht man beim letzten Fahrzeug auch auf Details wie Armaturentafeln, Sitze, Motor etc ein. Auch werden die verschiedenen Aufbauten von etlichen Untervarianten gezeigt.

Zum Schluss bekommt man Fotos zu sehen von:

·        6x6 Truck, Satellite Communications Vehicle Parakeet
·        6x6 Truck, Long Range, Patrol, Light, Winch

Wer sich über den Variantenreichtum der australischen Land Rover informieren möchte, ist hier genau richtig!

Limitierte Auflage 999 Stück

Anzahl Fotos und Illustrationen: 55 Farbfotos
Text - Sprache:
Englischer Text
Seitenanzahl: 40

Preis: 11,95 € 

Das Heft kann direkt über den Verlag bezogen werden.

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Tankograd – Fast Track 08

M88 A2 Hercules

Nicht nur alternde Schauspieler unterziehen sich einem Facelifting. Der M88 kann auf eine über 50-jährige Einsatzgeschichte zurückblicken. Mit Einführung des M1 stieß er an seine Kapazitätsgrenzen, wurde überarbeitet und erscheint uns heute als M88A2 mit Seitenschürzen, Zusatzpanzerung und Erhöhung der Zug-, Hebe- und anderer Kräfte.

Fast Track 08 liefert uns wieder jede Menge oft ganzseitiger, gestochen-scharfer Fotos dieses ARVs beim Einsatz wie z.B. Triebwerkziehen, Abschleppen. Eine kleine Tabelle gibt Aufschluss über die technischen Daten. Dann folgt ein Rundgang um das Fahrzeug im Vollprofil. Im weiteren Verlauf gibt es Details unter anderem der Seilwinde, des Räumschildes und des Schleppgestänges. Weitere Detailfotos sind dem Wannendach mit Luken, Kranausleger, Werkzeugen und cal. 50 gewidmet. Die letzten 5 Seiten zeigen den Innenraum mit Bedienelementen, Ausrüstung, Sitzen und Luken. Obwohl es sich um ein einfarbig sandgelbes Fahrzeug handelt, beweisen die Fotos, wie „bunt“ der Hercules doch sein kann.

Wieder ein tolles Heft, dass M88 Fans nicht missen sollten.

Limitierte Auflage 999 Stück

Anzahl Fotos und Illustrationen: 75 Farbfotos
Text - Sprache:
Englischer Text
Seitenanzahl: 40

Preis: 11,95 € 

Das Heft kann direkt über den Verlag bezogen werden.


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Tankograd – Fast Track 09

RG-31 MK5

Wie bei den anderen Heften der Reihe bekommt man zu Beginn Informationen zum Fahrzeug, seinen technischen Daten und der Nutzung. 

Dann geht es erst einmal wieder rund um das Fahrzeug mit großformatigen Fotos. Grad die Hochformate zeigen, wie hochbeinig diese Fahrzeug ist. Der Rundgang wird fortgesetzt, aber diesmal mit Detailaufnahmen von Beleuchtung, Staukästen, diversen Anbauteilen und Türen innen wie außen. Auf dem Dach werden der Schutz des MG-Schützen, die LED-Lampen und die Notausstiegsluken der Kampfraumbesatzung gezeigt. 

Der Fotograf ist für uns auch unter den RG-31 gekrochen und präsentiert Aufnahmen der Achsen, Antriebswellen, Bremssystem und Auspuff. 

Einen eigenen Abschnitt erhält der hydraulische, ferngesteuerte Untersuchungsarm, mit dem z.B. I.E.D.s (Improvisierte Sprengfallen = Improvised Explosive Devices) angegangen werden, während die Besatzung geschützt im Fahrzeug bleibt. Details wie Hydraulikleitungen, Suchscheinwerfer, Kamera und die Untersuchungsklaue bleiben einem nicht verborgen. 

Dann geht es ins mittelgraue Innere des Fahrzeugs. Fahrerplatz, Bedienelemente und Besatzungssitze aus verschiedenen Blickwinkeln bieten sich den Augen des Lesers an. 

Zum Schluss werden noch kurz die Ausführungen SPARK und VOSS bildlich angesprochen.

Schön, dass es jetzt zu den 1:35-er Kinetic Bausätzen des RG-31 Bildmaterial gibt, auch wenn sich der Mk. 5 schon etwas mehr von den Mk. 3 Versionen der Bausätze unterscheidet.

Limitierte Auflage 999 Stück

Anzahl Fotos und Illustrationen: 86 Farbfotos
Text - Sprache:
Englischer Text
Seitenanzahl: 40

Preis: 11,95 € 

Das Heft kann direkt über den Verlag bezogen werden.


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Tankograd – Fast Track 10

Husky VMMD

Der Husky VMMD wirkt sehr futuristisch in seinem Äußeren. Als "Darsteller" in einem Mad-Max oder Endzeitfilm würde er sich gut machen, dabei dient dieses Einmann-Fahrzeug der Minenaufklärung und -räumung. 

Wer die Fast Track Hefte kennt weiß, dass er zu Beginn kurz mit Informationen zum Fahrzeug bedient wird. 

Es werden verschiedene Varianten angesprochen und der Rundgang mit seitenfüllenden Fotos ist selbstverständlich auch dabei. Sehr schöne Detailfotos enthüllen jedes Gimick des Husky wie unterschiediche Minensuchsysteme oder einen hydraulischen Untersuchungsarm. Hier können wir auch sehen, dass er von seinem Bediener nur von oben bestiegen werden kann. Als Zugabe finden sich Fotos eines TALON Roboters, der aussen an einem Husky mitgeführt wird. 

Beim Blick unters Fahrzeug kann man sehr schön die V-Form des Fahrzeugrumpfes erkennen. Die Achsen liegen nicht so sehr im Dunkeln wie bei anderen Fahrzeugen, da der Husky fast nur aus Achsen und Rahmen besteht. Antriebswellen, Bremssystem, Federung etc - alles schön groß zu sehen. 

Der Blick ins Innere zeigt den beengten Arbeitsraum des Bedieners mit allen Instrumenten, die ihn sozusagen umrahmen. In den heutigen Zeiten ein Anachronismus ist der Lichtschalter mit den 3 Stellhebeln, wie man ihn schon aus den alten M-113 kennt. 

Das Heft schliesst mit 2 Sonderanbauten - einem Debris Blower, mit dem verdächtige Materialien von der Straße geblasen werden, und dem VISO 2500 GPR, einem Minenradar, mit dem sogar nichtmetalische Ladungen gefunden werden können. 

Hier noch eine kurze Auflistung, welche Abschnitte im Heft zu finden sind:

  • Husky Mk I
  • Husky Mk III VMMD with slat armour
  • Husky Mk III VMMD
  • Hull
  • Metal Detector
  • Tyres
  • Front Suspension
  • Rear Suspension
  • Interior
  • Debris Blower
  • VISOR 2500 GPR

Interessante Aufnahmen in sehr guter Qualität von einem ungewöhnlichen Fahrzeug!

Limitierte Auflage 999 Stück

Anzahl Fotos und Illustrationen: 70 Farbfotos
Text - Sprache:
Englischer Text
Seitenanzahl: 40

Preis: 11,95 € 

Das Heft kann direkt über den Verlag bezogen werden.






Aus der Reihe Fahzeug Profile kommt mit dem Band 65 nun ein Band mit dem Thema M3A1 White Scout Car.

Auf den vorliegenden 48 Seiten hat der Autor Hagen Seehase sich dieses markanten Fahrzeugs angenommen.

Die Fotos sind ausschließlich sowhl in schwarzweiß als auch in Farbe und von recht guter Qualität. Die Bildgröße ist bei 2-3 Fotos pro Seite angenehm groß.

Das Heft beginnt mit einer historischen Einführung zum Scout Car und den Hintergründen der Beschaffung für die amerikanischen Kavallerieregimenter.
Danei geht man hier natürlich auch auf die Entwicklung des Scout Car mit seinen Vorläufern ein, sowie den techischen Details und Beschreibung der einzelnen Komponenten.
Folgend geht es dann um die Scout Cars im Dienst der US Army, der britischen Armee und anderer Commonwealth Länder, sowie weiterer neutraler Länder im Zweiten Weltkrieg.
Ein weiteres Kapitel geht dann um die Verwendung erbeuteter Scout Cars bei der deutschen Wehrmacht und der Verwendung nach dem Krieg.
Die letzten Seiten des Hefts sind dem Scount Car im Detail gewidmet. Hier werden farbfotos verschiedener Bereiche und Details gezeigt, die für Modellbauer von Interesse sind.

Insgesamt sind die Fotos des Scout Cars im Heft recht bunt gemischt mit historischen Fotos im Einsatz und aktuellen Fotos von restaurierten Fahrzeugen. Bei letzterem muss man achtgeben inwieweit diese noch Original sind. Aber prinzipiell sind diese schon sehr schönanzusehen.

Das Heft kostet 11,80 Euro und kann direkt beim Velag bezogen werden.


Fahrzeug Profile Vol.64 "M3A1 White Scout Car"
Hagen Seehasee
Jahr: 2015, Vertrieb: Unitec Medienvertrieb
Preis:
11,80 €



Die Hefte der Reihe "Fahrzeug-Profile" sind zu beziehen bei:

UNITEC_Medienvertrieb
Ludwigstr.11
86669 Stengelheim
Tel.: 08433/92 94 76
Fax: 08433/17 26
email: UNITEC_Medienvertrieb@web.de

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