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Mit der Nummer 35A027 kommt Amusing Hobby nun mit dem Set FV214 Conqueror Mk II .

Der Conqueror war der letzte schwere Kampfpanzer der British Army vor der Einführung des Chieftain als Hauptkampfpanzer. Er sollte in den Panzerregimentern die Centurion Kampfpanzer bei der Bekämpfung der schweren sowjetischen JS und T-10 Kampfpanzer unterstützen. Dies wurde durch den Einsatz der gleichen 120mm Kanone, wie sie auch im schweren amerikanischen M103 Panzer verwendet wurde, sichergestellt.

Es wurden zwei Versionen des Conqueror gebaut, Mk I mit 20 Exemplaren (auch von Amusing erhältlich: 35A006) und MK II mit 160 Exemplaren – des Weiteren wurden aus den noch vorhandenen Caernarvon Panzern 5 zu Mk II nachgerüstet. Alle Conqueror wurden während ihrer kurzen Dienstzeit von 1955 bis 1966 in Westdeutschland bei der britischen Rheinarmee eingesetzt.

Der Mk II hatte eine überarbeitete Glacis-Platte mit einem einzelnen Periskop für den Fahrer, überarbeitete elektrische Verkabelung zu den Scheinwerfern und eine neue Auspuffanlage.

Beim Öffnen des stabilen Stülpkartons zeigen sich zehn Spritzlinge in einem schönen beigen Plastik, jeweils eine separate Ober- und Unterwanne, eine kleine Platine mit Ätzteilen, ein gedrillter Draht für die Abschleppseile, Decals, acht Spiralfedern, ein Beutel mit Einzelkettengliedern ein DIN A4 Blatt mit Markierungsvorschlägen und die Bauanleitung.

An den Spritzlingen ist augenscheinlich weder Fischhaut zu finden noch sind auffällige Auswerfermarken an später sichtbaren Stellen zu erkennen. Allerdings sind unter der Oberwanne vor dem Zusammenbau nicht weniger als achtzehn Lunken zu entfernen – eine Arbeit die nervig ist und Zeit kostet, auch wenn man später nichts mehr davon sehen wird

Die Detaillierung bewegt sich auf sehr hohem Niveau – viele Details werden auch durch die beiliegenden nicht optionalen Fotoätzteile dargestellt, wie zum Beispiel die Nietenreihen an der Kanonenblende. Hier soll übrigens die Wasserdichte Plane laut Bauplan durch Tamiya Tape dargestellt werden. Beim Fahrwerk kann der Modellbauer zwischen einer Darstellung der Rollenwagen mit Plastikfedern oder Metallfedern wählen – eine sehr schöne Idee.

Leider liegen keine Klarsichtteile bei. Alle Periskope werden durch normales Plastik dargestellt. Schade. Hier muss der Modellbauer entweder selbst Hand anlegen oder auf den Aftermarket Bereich zurückgreifen.

Positiv hervorzuheben ist das aus drei Teilen bestehende Kanonenrohr, welches bereits rund gespritzt ist und nur noch mit zwei längst geteilten Bauteilen für den Rauchabsauger vervollständigt werden muss, was hier aber vollkommen in Ordnung ist.

Die Ketten befinden sich separat verpackt in einem Beutel – je zwei Kettenglieder sind zusammen an einem Steg und müssen zur noch abgetrennt werden. Diese lassen sich dann einfach ohne zu kleben ineinander klicken – Perfekt.

Die Bauanleitung führt in einunddreißig Schritten zum fertigen Modell und ist sehr schön gegliedert und wirkt nicht überladen.

Als Markierungsvarianten stehen vier Fahrzeuge zur Auswahl. 

Leider sind diesmal, bis auf den Panzer der 17th/21st Lancers auf der Kartonseite, keine Einheiten angegeben. Es sind Kennzeichen, taktische Zeichen, MLC Schilder und Einheitenwappen vorhanden – aber leider keine Hinweise auf die Einheiten. Hier hilft nur eigene Recherche

Die Farbangaben beziehen sich nur auf die Farben von Ammo by Mig. Was leider dazu führt, dass das benötigte Deep Bronze Green aus diesen Farben selber angemischt werden müsste, der versierte Modellbauer wird hier allerdings auf die Produkte der anderen Farbhersteller zurückgreifen.

Mein Fazit: Trotz der kleinen Mängel ein sehr schöner Bausatz: Kaufempfehlung.



Das Modell ist erhältlich bei:



http://www.modellbau-koenig.de
Nordenhamer Str.177
27751 Delmenhorst
Tel.: 04221/28 90 870
Fax: 04221/28 90 820
 


   Kurz-Übersicht:
   Art.Nr:
   Art des Artikels:
   Material:
   Maßstab:
   Erschienen:
35A027
Komplettbausatz
Spritzguss
1:35
November 2018
Hersteller:
Land:
Preis bei
Erscheinen:
Amusing Hobby
Japan

ca.50 Euro

   Geeignet für:


   Preis/Leistung:


   Gesamteindruck:




  
  Review von:
  Sven Schröder


Fotos:












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