Sd.Kfz.234/3


 

Das Original

Im August 1940 erging der Auftrag ein neues 8-Rad Fahrzeug welches dem Sdkfz 233 ähnelte, jedoch eine selbsttragende Wanne besitzen sollte, an das Waffenamt. Die Firme Tatra erhielt den Auftrag für die Motorenentwicklung. Ein luftgekühlter 12 Zylinder Diesel mit 220 PS wurde enwickelt.
Das Fahrzeug selbst war Mitte 1942 einführungsreif. Jedoch machte das Triebwerk anfangs Probleme.
So wurden die Fahrzeuge von 1940 bis 1944 in einer Stückzahl von 2300 gefertigt. Speer spricht jedoch von 2135 Einheiten.
Hersteller war ausschließlich Büssing NAG. Es waren die  fortschrittlichsten Radpanzerfahrzeuge des zweiten Weltkrieges .

Die Baureihe bestand aus :

 Sdkfz 234/1 Panzerspähwagen mit 2cm Hängelafette(2cm KwK38) und MG 42

 Sdkfz 234/2 schwerer Panzerspähwagen mit der 5cmKwk39/1 L/60 Kanone

 Sdkfz 234/3 Panzerspähwagen mit einer 7,5cm-K51 L/24 und dem MG42

Bei dem 11,5to schweren Fahrzeug war der Turm oben offen. Es hatte eine Besatzung von von 4 Mann und hatte 50 Schuß Munition an Bord

Der Bausatz

Der Bausatz des 234/3 ist absolut Out of the Box gebaut.Der Einsatz von Ätzteilen ist ja eine schöne Sache, aber neben dem Preis ist es auch immer eine gewisse Herausforderung diese fummeligen kleinen Pinzettenflüchtlinge zu verkleben. So ist es also sehr entspannend auch einmal nur aus der Kiste zu bauen.

Ein paar kleine Verbesserungen sind aber schon angebracht. Die Bausätze von Dragon sind von Hause aus schon sehr gut detailiert.

Neben den grauen und klaren Spritzlingen enthält der Bausatz 2 Decalbögen und eine Ätzplatine für die Kanistermittellage.

Dazu sind noch gedrehte Peilstangen im Bausatz enthalten.

Es ist bei dem oben offenen Fahrzeug eine Inneneinrichtung vorhanden.


Der Bau

Eine der Seitenluken habe ich ausgefräst und durch einen Pappersatz aus dem Deckelkarton geöffnet dargestellt. Dazu habe ich mit Klebeband eine Lukenkopie erstellt und auf den Karton geklebt (logischerweise nach dem ausschneiden wieder entfernt).

Es folgt der Zusammenbau in Baugruppen.

Dabei lasse ich die Luft noch aus einigen der Reifen raus ... oder besser gesagt der Heißluftfön!

Es sind zwei Sorten Reifen in der Bausatzpackung. Einmal die feinprofilierten, aus mehreren Schichten bestehenden Pneus. Und einmal die grobstolligen zweigeteilten Reifen. Diese sind nach dem verkleben hohl ,und wenn man sie vorsichtig erhitzt kann man diese soweit plattdrücken bis eine passende Wulst erstellt. 

Die Schnallen der Kanisterzurrung habe ich von den etwas zu dicken Gurten gesägt und mit einem lackierten Bauanleitungsstreifen verheiratet.

Nach der Vervollständigung und Bemalung des Innenraums wird die Oberwanne aufgeklebt und die Öffnungen mit Tape verschlossen.

 

Bemalung/Alterung

Die Grundierung ist in Rostrot Revell Matt 37 angelegt.

Der Innenraum wurde  mit dem Pinsel in Weiß von Tamiya getüncht. Die Sitze in Lederfarbe , das Lenkrad schwarz.

Mit einem Kompressor hat sich dann Tamiya XF60 wie von Zauberhand über das äußere des SdKfz gelegt. 

Eine mit weiß aufgehellte Dark Yellow version stellt auf den mittleren Flächenbereichen eine Verwitterung dar. 

Das ganze ist mit einem Ölfarbe-washing versehen und etwas Staubfarben nachbehandelt.

Ich verwende Staubfarben von Rainershagener. Die sind aus meiner Modellbahnzeit noch in Mengen vorhanden.

Nun geht es an den Sockel.

Profilleisten aus dem Baumarkt bilden den Rahmen. Als Inlet verwende ich häufig Styrodur. Darauf kommt dann eine dünne Schicht Rotband. Eine Gipsputzsorte.

Gesiebte Gartenerde bildet eine komplette Grundschicht. Aus Eisenbahnzubehörmaterial besteht die Vegetation. Der Baum ist ein Wurzelfund aus dem Garten.

Das Fahrzeug soll noch in ein Thema eingebunden werden. Dazu reicht eine Figur ... nein ... Zwei.

Man stelle sich vor was der Gute für ein Problem hat ... Drei platte Reifen,und nur zwei Ersatzpneus.

Wer hilft dem Guten?

Fazit

Ein schöner Bausatz aus dem man eine Menge zaubern kann.


Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****


© 05/2012 Achim Brinkmann

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