BMP-3 with upgrade Armour


 

Das Original

Dieser Schützenpanzer ist das Nachfolgemuster der BMP Serie. BMP 1 eingeführt 1966 mit einem Gewicht von 12,6 Tonnen, bewaffnet mit einer 73 mm Kanone und über dieser eine Abschussvorrichtung für eine Panzerabwehrrakete 9M14M und einem koaxial 7,62 MG. Er hatte 3 Mann Besatzung außerdem 8 Soldaten als Schützentrupp, die auch vom Fahrzeug aus durch 8 verschließbare Luken schießen konnten. Auf dem hinteren Deck gab es 4 nach oben zu öffnenden Luken und im Heck zwei Türen in denen auch der Treibstoff untergebracht war. Von im gab es eine ganze Anzahl Sonderfahrzeuge, er war schwimmfähig und die Panzerung lag zwischen 6 und 26 mm. Mehrere zehntausend dieser Fahrzeuge sind gebaut worden. Der BMP 2 eingeführt 1974, war eine verbesserte Ausführung mit einem größeren Turm, in dem nun im Gegesatz zum BMP1, zwei Mann der Besatzung ihren Platz hatten. Die Bewaffnung bestand jetzt aus einer 30mm Schnellfeuerkanone und einer auf dem Turm befestigten Startrampe für eine Panzerabwehrrakete mit der Bezeichnung „Konkurs“. Auf dem hinteren Deck gab es nur noch 2 Klappen und an den Seiten je drei Schießscharten, denn der Schützentrupp bestand nur noch aus 6 Soldaten. Auch dieses Fahrzeug erfuhr im laufe der Produktion, dauernde Verbesserungen und Änderungen. Der BMP3 wurde 1989 eingeführt, auch er ist wie seine Vorgänger schwimmfähig hat aber einen ganz anderen Aufzug. Die Turmbewaffnung besteht aus einer 100mm Kanone dazu axial eine 30mm Kanone und ein 7,62mm MG. Im Frontbereich sind noch mal 2 MGs seitlich eingebaut. Vor dem Turm sind drei Luken der Fahrer sitzt in der Mitte, daneben wahrscheinlich die MG Schützen. Hinten befinden sich noch 7 Schützen Auf dem hinteren Deck sind zwei nach oben zu öffnenden Luken in denen noch mal zwei kleinere sind, und zwei Luken an der Heckwand.

Der Bausatz

Der Bausatz besteht neben der Unter und Oberwanne und Turmoberteil aus 14 Spritzrahmen zwei kleinen Ätzteilplatinen, einem sehr kleinen Decalbogen und drei Tütchen mit den Einzelgliedern der Kette, sogar die Führungszähne muss man separat kleben. Es ist eine rudimentäre Inneneinrichtung in der Wanne vorhanden, die Turminneneinrichtung ist gut, aber es fehlt jede Art von Bemalungshinweise.


Der Bau

Bei meinem Bausatz fehlte bei einem Antriebsrad ein Stück der Felge, das auch nicht in der Folientüte zu finden war, deshalb habe ich aus der Grabbelkiste eine Felge vom Panzer IV das größenmäßig passt zerschnitten, und dort eingefügt (siehe links).
Die Inneneinrichtung ist etwas primitiv. So sitzen die MG Schützen vor einem Kasten, der Fahrer hat wohl eine Konsole, einen Lenkhebel, aber keine Pedale. An der Wannenoberseite sind die Winkelspiegel und seitlich einige Anbauteile, aber auch hier keine Bemalhinweise.

Für die Kette habe ich folgende Segmente gefertigt: Oberes Kettentrum 35 Glieder, unteres 27 für die Schrägen je 6 und für die Leit und Antriebsräder je 4.
Die für die Räder habe ich geklebt, ein wenig antrocknen lassen, dann um die Räder gebogen, und vorsichtig abgenommen und aushärten lassen. ). Die Kette selbst wurde rostbraun gestrichen, denn es ist im Original eine reine Metallkette.

Die Fahrerluke wurde beweglich gestaltet, indem ein Loch in die Wanne gebohrt wurde, ebenfalls in die Luke, dann ein 10 mm Stück 0,5 mm Draht mit Sekundenkleber an diese befestigt. Damit die auch hält habe ich an das Ende des Drahtstücks eine 4 mm Schrotkugel ebenfalls mit Sekundenkleber befestigt. Die Schrotkugeln habe ich von einem Jagdscheininhaber, diese sind sehr gut zu gebrauchen. So kann man in die Farbtöpfchen jeweils 3-4 Kugeln geben, und dann durch Schütteln mischen.

Die Periskope sind angegossen, daher habe ich die vorher bemalt, und werde beim Anstrich der Wanne um sie herummalen, das erscheint mir einfacher zu sein. Das Bild rechts zeigt die Wanne mit den Zusatzpanzerungen, die hinteren haben Gitterelemente, deshalb habe ich sie vorab bemalt.

Bei den Bugmaschinengewehren empfiehlt es sich auch, die Nischen vorher auszumalen. Es empfiehlt sich ebenso die seitlichen Zusatzpanzerelemente ebenfalls vor Montage zu streichen, zumindest den oberen Teil, weil zwischen Wanne und diesen eine Lücke ist, und dann die Grundfarbe des Modells zu sehen ist. Mit den angebrachten Modulen der Sonderpanzerung ist das Fahrzeug 70 cm breiter also fast 4 Meter breit, und mit der Schwimmfähigkeit dürfte es auch vorbei sein. Ich versuche ja immer, mal mit mehr oder weniger Erfolg, die Kanone in der Höhe richtbar zu machen. Bei diesem Modell will ich es auch versuchen. Von der Nachbarin habe ich mir ein Chiffontuch erbettelt, von diesem ein Stück ausgeschnitten und auf die Blende geklebt. Vorher müssen aber die Seitenwände des Turmmauls und die Blende selbst geschliffen werden, damit die Blende mit dem Stoffbesatz eingepasst werden kann.

Mir scheint als habe Trumpeter verschiedene Ideen gehabt hat, die Inneneinrichtung halbherzig gemacht, der Turm hat den Turmkorb, es sind Turmschwenkwerk und Zieleinrichtung für den Richtschützen und das Beobachtungsgerät des Kommandanten vorhanden, ebenso wohl Munitionsbehälter und drei Rohrraketen?, aber wie gesagt der Fahrerplatz ist nur marginal dargestellt, und ebenso die Plätze der Bugschützen. Farbangaben fehlen. Die Inneren sichtbaren Teile habe ich matt weiß gestrichen. Einzig die Gummischürzen um den vorderen Turm sind in der Bauanleitung dunkel dargestellt.

Die Luke des Kommandanten ist halbherzig dargestellt, während die des Richtschützen mit einem Poster versehen ist. Ich werde beide offen darstellen und die des Kommandanten mit dem hierfür erforderlichen Winkelspiegel aus der Grabbelkiste versehen.

Bemalung/Alterung

Gestrichen habe ich das Modell mit Modellmaster 1713 Mittelgrün dann mit einer stark verdünnten Brühe aus Grau und Schwarz gestrichen und mit hellgrüner Pastellkreide stellenweise aufgehellt.

Fazit

Der Bausatz ist sehr gut und die Bauanleitung klar gegliedert.

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****


Empfohlene Literatur:

- Sowjetisch-Russische Panzer 1905- 2003
- Tanks of the World 8. Edition

© 07/2012 Joachim Koch

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