On Tour: Heeresgeschichtliches Museum Wien




Militär- und Kriegsgeschichte, Technik und Naturwissenschaft, Kunst und Architektur verschmelzen im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien zu einem einzigartigen Ganzen. Zwischen 1850 und 1856 wurde das Bauwerk als Kernstück des Arsenals nach Plänen von Ludwig Foerster und Theophil Hansen errichtet, die damit den Stil der Wiener Ringstraße vorwegnahmen. Maurisch-byzantinisch und neugotisch sind die vorherrschenden Stilrichtungen.

Heutzutage werden in diesem ältesten Museumsbau der Stadt die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 und das Schicksal Österreichs nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945 gezeigt. Dabei stehen die Rolle des Heeres und die militärische Vergangenheit auf hoher See im Vordergrund.

Die Sammlung umfasst über 2 Stockwerke und über einen grossen Garten verteilt Uniformen aus allen Epochen, Blankwaffen, Panzerfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres ab 1945 sowie Radfahrzeuge, Geschütze (8,8 Flak, 7,62 Pak, schwere Mörser) ab dem 1. WK.

Sehenswert ist auf alle Fälle der Panzergarten mit ehem. T-34 ÖBH, Steyr Kürrasier, SU-100, JS II, etc.

Highlight im 1. Stock ist wohl das Auto von Sarajevo, in dem 1914 der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin erschossen wurden und dies den Ausbruch des 1. WK zur Folge hatte. Ausserdem ist noch Franz Ferdinands blutbefleckte Uniform im Museum erhalten.

An jedem 1. Juniwochenende findet jährlich eine "Rad-und Kettenvorführung" im Rahmen eines Wochenendes der offenen Tür statt. Auf dem Paradeplatz treffen dort alte Militärfahrzeuge (Highlights 2010: Jagdpanzer Hetzer sowie T-34 der slowakischen Armee) auf neue (Steyr Kürassier, Leopard 2).

Info: Heeresgeschichtliches Museum
Militärhistorisches Institut
Arsenal, Objekt 1
A-1030 Wien
Tel: +43 (0)1 79561-0
Fax: +43 (0)1 79561 10-17707
E-Mail: hgm.direktion@bmlvs.gv.at
Internet: www.hgm.or.at

Öffnungszeiten:
Täglich von 9 bis 17 Uhr
Geschlossen an folgenden Feiertagen: 1 Januar, Ostersonntag, 1. Mai, Allerheiligen, 25. und 31. Dezember

Eintrittspreise:
Normalpreis: EUR 5,10
Ermäßigter Eintritt: EUR 3,30
Familieneintritt: EUR 7,30
(2 Erwachsene und 1 Kind, jedes weitere Kind bis zum 10. Lebensjahr frei)
Führungskarte: EUR 2,20
Video-Erlaubnis: EUR 3,60
Foto-Erlaubnis: EUR 1,50
Audioführer extra: EUR 1,50

Freier Eintritt:
An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei!
Kinder bis zum 10. Lebensjahr, Teilnehmer von Lehrveranstaltungen (Schüler- und Studentengruppen mit begleitender Lehrperson), Mitglieder des ICOM (International Council of Museums), Soldaten in Uniform, Mitglieder des Vereins der Freunde des HGM, Schwerkriegsbeschädigte



Galerie

(C) 07/2010 Text und Photos: Thomas Kurz

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